Situationistische Internationalien

“Es muss jetzt eine organisierte kollektive Arbeit begonnen werden, die eine einheitliche Anwendung aller Mittel zur Umwälzung des alltäglichen Lebens anstrebt.” (Guy Debord)

“Einfach nur umherlaufen, ziellos in neue Situationen hinein.”

Die Situation als Findung einer neuen Leidenschaft, als soziales kollektives Spiel, welches beim Zuschauer eine Verhaltensänderung bewirkt. Für den Moment wird die gewohnte normale Umgebung außer Kraft gesetzt, das Nicht-Natürliche entlarvt.

Angewendet im öffentlichen Raum, als unitärer Urbanismus, welcher die Gestaltung des Raums zu neuer Nutzung führt. “Die Stadt soll keine Zurichtungsinstanz des Kapitalismus mehr sein” (Anm.: Deutung eines Marxisten). Der Mensch soll so zu mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit finden, mehr Spontaneität erleben.

Dies sollte unter anderem durch mehr Beweglichkeit des Stadtraums erfolgen (z.B. nachts geöffnete U-Bahnen, begehbare Dächer, sich nach der Sonne drehende Häuser).

“Jeder wird sozusagen seine persönliche Kathedrale bewohnen. Es wird Räume geben, die einen besser träumen lassen als Drogen, und Häuser, in denen man nur lieben kann.” (Ivain)

“Die Viertel der Stadt könnten mit dem Gefühl des Zufalls versehen werden. Keine Langeweile durch Gewöhnung mehr – alle Bewohner werden ständig umherschweifen und sich ständig fremd fühlen.”


Autorisierte Mitschrift des Vortrags über die Situationistische Internationale, während eines Vereinstreffens der Hedonistischen Internationale Berlin, im Herbst 2011

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